Auszeichnung

Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Vor knapp einem Jahr haben wir uns auf den Weg gemacht. Unser Ziel war klar definiert: Unsere Schule sollte ein angstfreierer, diskriminierungsfreierer und sicherer Ort für alle Mitschülerinnen werden. Und nicht nur das, wir sehen es als Teil unseres Beitrags zu einer besseren Gesellschaft. Die Schule ohne Rassismus-AG wurde ins Leben gerufen.

Wir haben zunächst einmal von unseren Erfahrungen erzählt. Das war nicht immer einfach und kostete vielen von uns Überwindung. Doch wir saßen alle im gleichen Boot und waren uns einig: Anderen sollte es nicht so gehen. Oder wenn es ihnen so geht, sollen sie sich wehren können.

Spendenaktionen, die Suche nach Sponsoren, die Suche nach unseren Paten, eine Anti-Rassismus-Splash Wand für Wasserballons, einen Infostand, Kuchenverkauf…all das haben wir gemacht, um einer Schule ohne Rassismus Schule mit Courage näher zu kommen. Wir haben über von über 80% der Schulgemeinschaft Unterschriften für unser Projekt sammeln können.

Am 10. Januar war es dann so weit. Die Ferien, Wochenenden und Abende haben wir damit verbracht, diesen besonderen Tag vorzubereiten.

Andjela und Tamana (8b) haben die Organisation des Gastgeschenkes für unsere Paten übernommen sowie andere organisatorische Dinge.

Marie (10c) war unsere Moderatorin und hat sich in die verschiedenen Thematiken des Tages eingearbeitet, um gekonnt überzuleiten.

Mona und Sahar (10c) haben sich von verschiedenen Poetry Slamern inspirieren lassen und selbst einen Poetry Slam zum Thema Diskriminierung von Frauen geschrieben. Aufgeführt wurde dieser von Amina (9c) und Sumeya (10c).

Emma, Zilan (10c) und Nayaab (9b) befragten verschiedene Schülerinnen der Schule zum Thema „Wurdest du schon einmal diskriminiert?“ und erstellten dazu ein beeindruckendes Video, gefolgt von einer Sequenz, die der Schülerschaft das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung bei der Veranstaltung noch einmal näher brachte.

Alltagsrassismus ist einer der zentralen Themen für viele Menschen und wurde

von der Theatergruppe der SAR aufgegriffen.

Messtan, Wijdan und Arbesa (10c) haben sich mit Farid Khowhani, einem Lehrer aus Afghanistan getroffen und ein Interview geführt. Dies haben sie in unserer Ausstellung verarbeitet und eine Rede dazu gehalten. Außerdem haben sie sich mit dem Thema Mobbing auseinander gesetzt.

Amina (9c) und Sumeya (10c) haben sich mit Frauenrechten und -bildung in Deutschland und anderen Ländern beschäftigt und auch dieses Thema haben wir in unsere Ausstellung mit aufgenommen.

Dazu beschäftigte sich Nayaab mit den Tabuthemen Vergewaltigung, Zwangsheirat und Menschenhandel.

Die Ausstellung wurde bereits am 10. Januar für alle Schülerinnen, Lehrer und Gäste

eröffnet. In den kommenden Wochen wird die SoR-AG Vorträge dazu halten.

Begrüßen durften wir am 10. Januar Babak Ghassim von der Rebell Comedy,

unseren Paten. Er brachte es auf den Punkt: „Steckt euch nicht selber in eine Schublade. Das ist auch eine Art der Diskriminierung.“

Am Ende bekamen alle Schülerinnen noch eine Friedenstaube, gebacken von der Catering-AG und wir ließen Ballons steigen, gemeinsam mit unseren

Botschaften, die wir gemeinsam als Klasse in den Himmel schickten. Diese wurden zuvor verfasst und wir unterschrieben den Toleranzvertrag, der von Lehrern, Schülerinnen und Eltern entworfen und abgesegnet wurde, um ein friedliches Miteinander an unserer Schule voranzutreiben.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung, bei dem alle Schülerinnen teilnahmen, traf sich die SoR-AG zu einem Workshop mit Babak Ghassim, Naim Balikavlayan und Sarah Bergh.

Es wurden verschiedene Fragestellungen beleuchtet wie etwa Wie definiere ich mich selbst? Nehme ich die Rolle an, die mir die Gesellschaft zuschreibt? Wie verändert sich das im Laufe der Zeit? Wie brechen wir Klischees und erzählen von uns? Wie gehe ich auf Menschen zu, dir Vorurteile mir gegenüber haben? In einem ehrlichen Gespräch haben die Schülerinnen mit allen Beteiligten ihre Erfahrungen ausgetauscht und viel Inspiration von ihnen bekommen. Tee und ein leckeres, selbstgemachtes Buffet durften hierbei nicht fehlen.